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Wie es in Bern anfing: aus der Libertären Koordination heraus; die Sans-papiers und
UnterstützerInnen besetzten mit der St.-Marien-Kirche die erste Kirche,
dann die zweite, die Pauluskirche, und immer geht es noch weiter im Kampf
um das Anliegen für eine kollektive Regularisierung. Das Sans-papiers Kollektiv
Bern: UnterstützerInnen, Sans-papiers, SympathisantInnen, andere; eher Konservative,
Linke, Liberale, andere; Christen, Muslims, Agnostiker, Atheisten und andere;
Serben, Mazedonier, Tamilen, Schweizer, Algerier, Deutsche, andere; ehemalige
Saisonniers, Leute, die früher den C-Ausweis hatten, Asylbewerber, andere;
arbeiten umsonst, in einem Restaurant bis 4 Uhr morgens, bei einem Bauern,
auf dem Bau, überhaupt nicht, anderswo; Männer, Frauen, Kinder, Buben, Mädchen,
junge und nicht mehr so junge; wohnen in der Kirche, bei Verwandten, haben
ihre eigene Wohnung; manche mit Auto, manche ohne; Angst und Druck wird
erlitten; Freundschaften und Liebschaften über die Ländergrenzen hinaus
und die unterschiedliche Hautfarbe und Kultur. Der Computerfachmann geht
allen auf die Nerven mit seinem Fingerschnippen und nervösen Gerangel; die
Unterstützerin mit dem Hund flucht zuviel; einer ist klein, aus Zürich und
ein Narziss; ein anderer hat den Nicknamen eines Gemüses; die mit den blonden
Haaren ist die weibliche Stimme des Verstandes und der Ausgeglichenheit;
der andere Unterstützer hat zwei Söhne und einen Bauch, der für alle drei
reichen würde. Ein Sans-papier geht gerne in die Reithalle; ein anderer
ist gut im Garten und die Zeitungsverträgerin findet ihn einen 'ganz rassigen';
der andere fotographiert gern; ein Mädchen kann wunderbar singen und hat
ein phantastisches Ohr für Sprachen; ihre Mutter möchte unbedingt besser
Deutsch lernen; ein anderer kann zwar die Worte in der Zeitung lesen, versteht
aber ihre Bedeutung noch nicht. Viele verschiedene Menschen, viele verschiedene
Schicksale.
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